Lieblingskollege, Office Buddy oder Work Wife, … liebgewonnene Kollegen haben viele Namen. Dabei sind gute Freundschaften am Arbeitsplatz extrem wichtig für das Wohnbefinden und die allgemeine Stimmung im Unternehmen. Auch Arbeitgeber sollten daher darauf achten, harmonische Teams zusammen zu stellen, um die Motivation aufrecht zu erhalten.  

Es gibt Tage, da läuft einfach gar nichts. Schon morgens beim Aufwachen schiebt sich der Satz „Gar keine Lust.“ laut in die Gedanken. Man rafft sich trotzdem auf, hat vielleicht noch dank Stau oder anderer unangenehmer Begegnungen auf dem Arbeitsweg einen extra schweren Anlauf, aber es gibt für viele eine bestimmte Sache, die einen doch im Büro ankommen lässt: gute Kollegen.

Eine Umfrage des britischen Jobportals Milkround hat ergeben, dass für den Großteil der jüngeren Generation größeren Wert auf gute Freundschaften am Arbeitsplatz legt, als ältere Mitarbeiter. Gleichzeitig geben sie jedoch auch zu, dass es nicht einfach sei eben jene Freundschaften bei der Arbeit zu finden.

Neue Freundschaften zu knüpfen wird im Alter im schwieriger

Je jünger wir sind, desto einfacher fällt es, Menschen besser kennen zu lernen. Bereits in der Schulzeit entstehen Freundschaften, die nicht selten über viele Jahrzehnte halten. Auch in Ausbildung oder Studium entstehen viele Verbindungen, die über viele Jahre hinweg dauern. Woran das liegt? In diesen Lebensphasen ist man umgeben von Gleichaltrigen mit ähnlichen Lebenssituationen. Im Studium etwa befinden sich alle an einem ähnlichen Punkt: Abnabelung vom Elternhaus, Umbruch, berufliche Orientierung ausloten, langsam in das Erwachsenenleben übergehen. So etwas schweißt zusammen.

Freunde am Arbeitsplatz


Das Büro: eine Zusammenkunft unterschiedlichster Charaktere

Mit dem Beginn im Berufsleben ändert sich das abrupt. Im Büro trifft man auf unterschiedlichste Menschen in den unterschiedlichsten Lebensphasen. Sei es Kollegen, die seit Jahrzehnten im Unternehmen sind oder die Auszubildenden, Freundschaften aufzubauen erfolgt nun ganz anders, als zuvor. Viele haben damit allerdings ein Problem, was sich jedoch schwerwiegend auf die Zufriedenheit im Job auswirken kann. Der positive Effekt auf die psychische Gesundheit von Freundschaften im Arbeitsumfeld, sollte laut Umfrage keinesfalls unterschätzt werden.

Fehlende soziale Bindungen führen zu Einsamkeit

Ohne soziales Netzwerk bei der Arbeit melden sich mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer häufiger krank, wenn es mal nicht so gut läuft. Laut Umfrage haben ein Drittel der 18 – 34-Jährigen sogar schon einen Job gekündigt, weil sie sich einsam gefühlt haben. Kollegen verstehen Probleme am Arbeitsplatz viel einfacher und müssen nicht noch groß in die Thematik eingeführt werden. Zumal es zusammen schweißt, sich über bestimmte Themen aufzuregen oder zu freuen.

Noch immer wird der Großteil des Tages am Arbeitsplatz verbracht und somit auch mit den Kollegen. Auch die Arbeitgeber profitieren von einer freundschaftlichen Atmosphäre unter den Mitarbeitern, denn je glücklicher die Angestellten, desto motivierter sind sie bei der Arbeit.