Die Neueinrichtung von Büros setzt eine genaue Planung voraus. Ob neue Räum­lichkeiten oder generelle Neuaufteilung: Sorgfältige Planung steht zu Beginn des Prozesses. Bei der Auswahl fließen viele Faktoren in die Raumgestaltung ein wie etwa die Corporate Identity, räumliche Gegebenheiten, bestehende Möbel und generell die Vorstellungen des Auftraggebers.

Dabei gibt es einen Punkt, der besonders beachtet werden sollte: die Mitarbeiter. Die Personen, die täglich in diesen Büros ihre Zeit verbringen, sind der ausschlag­gebende Faktor. Nur motivierte und zufriedene Mitarbeiter können auch produktiv sein. Der Wohlfühlfaktor wirkt sich maßgeblich darauf aus. Im Schnitt verbringen Büroarbeiter ein Drittel des Tages im Büro. Umso wichtiger ist es, dass dieser Be­reich unter Einbeziehung ihrer Wünsche gestaltet wird. Denn: Positive und offene Stimmung und Respekt im Umgang miteinander machen Unternehmen zu einem begehrten Arbeitgeber. Die richtige Einrichtung trägt grundsätzlich dazu bei.

Die Indentifikation mit dem Unternehmen stärken

Betriebliche Mitbestimmung ist wichtig und widerspricht nicht automatisch den Unternehmenswünschen. Selbstverständlich sollten kurze Wege, effiziente Raumnutzung und weitere ökologische Aspekte im Vordergrund stehen. Aber, auch die Identifikation der Mitarbeiter mit den Büroräumen und folglich mit dem Unternehmen, sollte auf diesem Wege gefördert werden. Wünsche wie eine wohnliche Atmosphäre oder ausreichend Kommunikationszonen können auch dem Arbeitsergebnis zugutekommen. Denn wird diesen Wünschen entsprochen, können sich die Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatz identifizieren und fühlen sich wohl. Dies führt letztendlich zu einer höheren Arbeitsmotivation und Produktivität und ist somit zum Vorteil aller. Womöglich schlummert ein bisher unentdecktes Talent in Ihren Mitarbeitern und es können ganz neue und kreative Ideen zur Raumgestaltung entwickelt werden.

Die Sorgen vor utopischen Wünschen ist unbegründet

Die Sorge, dass Mitarbeiter etwa utopische oder zu kostenintensive Ansprüche an ihren Arbeitsplatz haben, ist dabei unbegründet. Oftmals ist die Schnittmenge der Anforderungen an das neue Büro größer als man denkt. So fanden etwa die Mitarbeiter des Unternehmensberaters der Boston Consulting Group das vor­geschlagene Konzept von Open-Space-Büros äußerst attraktiv und lobten den kommunikativen Austausch der Kollegen untereinander. Die immer stärkere Vernetzung von Abteilungen ist dabei ein großer Gewinn, denn so kann statt dem früheren Silodenken von verschiedensten Kompetenzen profitiert werden. Aufgrund des positiven Feedbacks konnte die offene Bürostruktur bei dem Unternehmensberater auch in anderen Standorten zur Zufriedenheit aller umgesetzt werden.

Mitarbeiter, die signifikanten Einfluss auf die Gestaltung des Bürogebäudes und der Arbeitsplätze nehmen können, schöpfen daraus auch eine gesteigerte Moti­vation und damit Produktivität bei der Ausübung ihrer Arbeit. Zudem sind sie so stärker mit der Corporate Identity des Unternehmens verwoben. Die Wahrschein­lichkeit, dass diese Mitarbeiter Abwerbeversuchen anderer Unternehmen wider­stehen, ist damit deutlich erhöht. Vielmehr besteht die Chance, dass sie dem Unternehmen langfristig verbunden bleiben.

Kurz zusammengefasst:

  • Sorgen, die Ansprüche würden zu hoch ausfallen, sind unbegründet
  • Mitarbeiter sehen den alltäglichen Handlungsbedarf viel eher
  • oftmals sind leicht zu ändernde Kleinigkeiten Motivationskiller
  • das entgegengebrachte Vertrauen wirkt sich positiv auf die Produktivität aus
  • gegenseitiger Austausch kann etwa zu Verbesserungen von Prozessen führen