Sitzen ist das neue Rauchen. Wir wissen alle, dass mangelnde Bewegung schadet. Unseren Körper und unseren Geist. Diese Erkenntnis ist nicht neu und auch nicht sonderlich überraschend. Doch die Konsequenzen betreffen immer mehr Menschen. Denn der Hauptarbeitsplatz ist für viele das Büro. Und dort wird immer noch überwiegend im Sitzen gearbeitet. Und das führt früher oder später zu Problemen.

Mehr Bewegung in den Büroalltag bringen

Die Auswirkungen der sitzenden Tätigkeiten auf den Körper sind erheblich. Und sie steigen mit dem Alter weiter an. Die einfachste Lösung, um gesundheitlichen Risiken entgegenzutreten, ist regelmäßige Bewegung. Dazu gehört in erster Linie die Betätigung nach der Arbeit und am Wochenende. Egal ob Gartenarbeit, Sportverein oder die Joggingrunde durch den Park: Tun Sie etwas für sich. Ihr Körper wird es Ihnen danken. Doch nicht nur in der Freizeit, auch während der Arbeit im Büro können einige Routinen und erlernte Angewohnheiten die Gesundheit unterstützen.

Büroworkout – fünf Minuten reichen schon

Es gibt einige einfache Übungen, die Sie auch während der Arbeitszeit machen können, um die Muskulatur fit zu halten und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Wenn Sie sich alle paar Stunden einige Minuten Zeit dafür nehmen, werden Sie schnell merken, dass Sie insbesondere im Schulter- und Nackenbereich Verspannungen vorbeugen können und wesentlich weniger Schmerzen haben.

  • Schulterkreisen: Gerade, locker und aufrecht hinstellen. Dann langsam die Schultern kreisen lassen, erst fünf Mal vor, dann fünf Mal zurück. Das fördert die Durchblutung, löst Verspannungen und lockert die Muskulatur.
  • Wirbelsäule dehnen: Hinstellen, Arme ausstrecken und Finger ineinander verschränken. Arme über den Kopf heben und einige Male ruhig ein- und wieder ausatmen. Die Wirbelsäule dabei durchstrecken, um den Rücken zu entspannen und zu entlasten.
  • Fussübung: Unter dem Schreibtisch, am Kopierer oder in der Kaffeeküche einfach die Füße abwechselnd ein paar Mal auf die Zehenspitzen und wieder auf den ganzen Fuß stellen. Das aktiviert den Kreislauf und macht wach.

Pausen – Entspannungszeiten für sich nutzen

Einmal in der Stunde für fünf Minuten weg vom Bildschirm und sich mit etwas anderem beschäftigen. Dazu gibt es sogar gesetzliche Vorgaben. Wie Sie diese Zeit verbringen, hängt von Ihrem Arbeitgeber ab. Er darf MitarbeiterInnen mit Tätigkeiten beauftragen, bei denen diese nicht auf einen Bildschirm blicken. Die meisten Arbeitgeber stehen dem Wunsch nach mehr Bewegung jedoch aufgeschlossen gegenüber. Gehen Sie also ein paar Meter, trinken Sie etwas oder machen Sie die ein oder andere Übung, um die Muskulatur zu lockern und den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Tischtennisplatte im Büro

Mobiliar – Ergonomie dank Innovation

Auch mit der passenden Büroeinrichtung lässt sich ein Arbeitsplatz deutlich gesünder gestalten. Das Stichwort heißt Ergonomie. Denn genau darauf ist die moderne Büromöbeleinrichtung spezialisiert. Eine der besten Möglichkeiten, den eigenen Körper fit zu halten, ist die Arbeit im Stehen. Hier wird der Kreislauf in Schwung gebracht und die Durchblutung gesteigert.

  • Höhenverstellbare Schreibtische: Die Lösung sind höhenverstellbare Schreibtische. Diese lassen sich ganz nach Bedarf einstellen, sodass Sie zum einen immer die optimale Arbeitshöhe haben, zum anderen aber auch problemlos von einer sitzenden in eine stehende Position wechseln können.
  • Hocker: Besonders für die Arbeit an einem höhenverstellbaren Schreibtisch sind Hocker eine gute Wahl. Hier stellt ein höhenverstellbarer Hocker den perfekten Kompromiss da. Insbesondere der untere Rücken- und der Schulter-Nacken-Bereich profitieren davon.
  • Stehtische: Für eine kurze Besprechung ist der Stehtisch optimal. Alle Beteiligten sind konzentrierter und der Austausch mit den Kollegen verläuft deutlich effizienter, als es bei der Nutzung eines Konferenzraumes der Fall ist. Und auch für die Kaffeepause zwischendurch ist der Stehtisch ideal. Denn hier bringen Sie Ihren Kreislauf in Schwung und bekommen den Kopf frei, wenn Sie mit den Kollegen diskutieren.

Der Weg zu Arbeit – auch ohne Auto kommen Sie zum Ziel

Die meisten Menschen legen den Weg zur Arbeit mit dem Auto zurück. Das hat zahlreiche Gründe: Das Büro ist schlecht erreichbar, die Kinder wollen zur Schule gebracht werden oder der Morgen ist einfach so stressig, dass es kaum möglich scheint, ohne den eigenen PKW rechtzeitig vor Ort zu sein.

Eigentlich ist der Grund in vielen Fällen jedoch schlicht Bequemlichkeit. Die meisten Stecken lassen sich mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar zu Fuß ebenso gut zurücklegen. Eventuell braucht es ein paar Minuten länger, in jedem Fall verschafft es die nötige Bewegung.

Probieren Sie es einmal aus und schauen, ob Sie mit dem Bus nicht ebenfalls pünktlich sind, auch wenn Sie dafür einige Minuten früher aus dem Haus müssen. Oder Sie stellen das Auto nicht auf dem Firmenparkplatz ab, sondern muten sich einen kurzen Fußweg zu. Sie werden schnell merken, dass Sie viel fitter und tatenfreudiger im Büro ankommen.

Arbeitsplatzgestaltung – weiter weg ist nah genug

Legen Sie Dinge, die sie häufiger benötigen, etwas weiter weg, um sich zur Bewegung zu zwingen. Sei es die Wasserflasche auf der Fensterbank oder der Papierkorb in der Nähe der Tür. Hauptsache ist, Sie haben nicht alles in Reichweite, stehen auf und gehen ein paar Schritte. Das Gute daran: Diese Angewohnheiten werden schnell Routine und schon nach kurzer Zeit bemerken Sie nicht mehr, dass Sie sich zur Bewegung zwingen.

Kollegen im Büro mit Ausblick über die Stadt

Motivieren Sie sich und andere

Es ist gar nicht so schwer, sich auch im Büro ein wenig zu bewegen. Das größte Hindernis dabei sind wir selbst, unsere Bequemlichkeit und unsere festen Routinen. Diese aufzubrechen erfordert ein paar Tricks und auch den Willen, etwas zu ändern. Doch es lohnt sich, sowohl für unser Wohlbefinden, als auch für unsere Gesundheit. Und wenn Sie mit gutem Beispiel voran gehen, werden Sie schnell merken, dass sich auch die Kollegen von Ihrem Eifer anstecken lassen.