So langsam normalisiert sich der Alltag im Home Office, wir finden unseren Rhythmus und auch die Videokonferenzen funktionieren immer reibungsloser. Immerhin hat jetzt auch der Technik-verweigernde Kollege eingesehen, dass diese Video Calls doch ganz praktisch sind. Nur fällt jetzt etwas ganz anderes auf. Besonders, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt wird jetzt klar: man ist nicht allein. Es gibt noch die Nachbarn. Wir haben eine kleine – nicht ganz ernst gemeinte – Übersicht über die verschiedenen Typen aufgelistet, mit denen man Wand an Wand wohnt.

Der Start in den Tag

Es ist 8 Uhr morgens, man hat sich mehr oder weniger motiviert aus dem Bett an den Home Office Arbeitsplatz geschleppt und unterwegs in der Küche noch einen Kaffee „to go“ mitgenommen. Das T-Shirt ist sogar ganz frisch, der Tag könnte starten und da hört man schon wieder diese markanten Geräusche.

1.) Das Kleinkind, das Rund um die Uhr betreut werden muss

Die Corona-Krise und die damit verbunden Kita-Schließungen sind für alle Eltern eine Herausforderung. Kleinkinder, die 24/7 betreut werden müssen, fordern nun die komplette Aufmerksamkeit der Eltern. Und eine hohe Toleranz von Nachbarn im Home Office. Denn ob der kleine Schatz von oben nun einen Wutausbruch auslebt oder wie ein T-Rex Baby über dem Arbeitszimmer entlangstapft, die Vibrationen, die sich in der Kaffeetasse widerspiegeln sprechen Bände.

2.) Der Dauertelefonierer

Wahrscheinlich sind Sie gar nicht mal der einzige Anstellte im Home Office. Irgendwie fühlt man sich seinem Nachbarn ja auch verbunden, wenn man merkt, dass auch nebenan von zu Hause aus malocht wird. Diese Verbundenheit kann jedoch auch ganz schnell aufhören, wenn man herausfindet, dass der liebe Nachbar während seiner Arbeitszeiten gern mal am Telefon aufdreht und in den Hörer brüllt.

3.) Der Gelangweilte

Arbeiten zu Hause ist aktuell vielmehr ein Luxus. Nicht jeder kann im Home Office arbeiten. Sei es dass es die Tätigkeit nicht zulässt oder auch einfach grad Kurzarbeit, vielleicht sogar gar keine Arbeit ansteht. Was bedeutet, dass ihr Nachbar wahrscheinlich wenig zu tun hat (Ausnahme: Tagesaufgabe Kleinkind siehe 1.) ). Dazu sind die sozialen Kontakte auf ein Minimum zurückgefahren. Wie schön also, wenn. Man sich da am Briefkasten oder an der Mülltonne trifft – denkt sich zumindest der Nachbar. Halb aus Höflichkeit, halb aus Mitleid fällt es auch schwer, das Gespräch direkt abzubrechen und so führt man ein wenig Smalltalk, überlegt sich im Inneren aber schon Maßnahmen, wie man es das nächste Mal möglichst unauffällig durch d en Hausflur schafft.

4.) Der Hobby-Koch in der Experimentierphase

Ja, während so einer Krise kann man auch mal ein paar Fähigkeiten weiter ausbauen. Das tägliche Kochen wird auf einmal das Tages-Highlight und man versucht sich vielleicht an immer komplizierteren Gerichten. Wenn dann allerdings der Nachbar besonders geruchsintensiv herumexperimentiert, kann das doch auch schon mal auf die Nerven gehen, wenn die Duftwolken durch Fenster oder Wohnungstür wabern. Durchhalten, zur Not hilft frischer Kaffee vor der Nase. Der blockiert nämlich die meisten anderen Gerüche.

5.) Der Shopping-Süchtige

Wenn man nicht im Lieblingsladen einkaufen kann, dann holt man sich die Lieblingsläden eben nach Hause. Online-Shopping boomt, aber viele Möglichkeiten vor Ort einzukaufen gibt es aktuell auch nicht überall. Also wird fleißig im Internet geklickt und bestellt. Wenn dann nur nicht, der komplett überarbeitete Paketbote einmal pauschal mit der flachen Hand bei allen klingeln würde. Schon wieder ist man aus der Konzentration gerissen und ist – wenn die Wohnung nah zur Haustür liegt – zunächst die Paketannahmestelle fürs ganze Haus.

Sollten Sie mit all diesen Typen zusammenwohnen, halten Sie durch! Sonst hoffen wir, dass wir Sie mit diesem Text ein wenig aufmuntern konnten.