Ruhe bitte! Wir wollen arbeiten!Akustik, was ist das überhaupt?

Etwa 18 Millionen Menschen arbeiten allein in Deutschland im Büro und verbringen dort einen Großteil ihrer Zeit. Wie effizient Letztere genutzt wird, hängt maßgeblich von der Arbeitsplatzgestaltung ab.

Wenn New Work mit unzufriedenen Versuchskaninchen endet
Trotz der Bedeutung wird durchdachtes Bürodesign vernachlässigt und als Trend der Startup-Kultur abgetan. Unternehmen, die den Wandel verschlafen, dürfen sich nicht wundern, wenn kreative Querdenker und talentierte Individualisten beim Mitbewerber landen.

Akustikbeispiele

video-poster

Schlechte Akustik

Lange Nachhallzeiten und ein Übermaß an reflektierenden Oberflächen. Produktives Arbeiten ist kaum möglich.

video-poster

Mittelgute Akustik

Die Nachhallzeit wurde durch absorbierende Elemente verkürzt. Der Geräuschpegel ist merkbar gesunken.

video-poster

Gute Akustik

Wirksame Schallabsorber bieten optimales Raumempfinden. Jeder fühlt sich wohl und kann seiner Tätigkeit ungestört nachgehen.

Balsam für die Seele: Bedarfsgerechter Schallschutz im Büro

Wer sich und seine Mitarbeiter vor Lärmterror schützen und die Produktivität steigern möchte, muss umdenken und aktiv Prävention betreiben. Gute Sprachverständlichkeit und ein angenehmes Hörerlebnis stehen im Fokus und sind fester Bestandteil ganzheitlicher Ergonomie. Wir haben innovative Akustiklösungen für Bürolandschaften zum Wohlfühlen entwickelt. Akustikmöbel und Akustikelemente von Febrü verwandeln Büros in einladende, konzentrationsfördernde und gesunde Arbeitsplätze. Sie begeistern mit Effizienz und werden höchsten Designansprüchen gerecht. Tauchen Sie ein in eine spannende Welt voller Klänge und lassen Sie wohltuende Ruhe einziehen!

Akustik, eine echte Herausforderung

„Akustik“ ist auf das griechische Wort ἀκούειν zurückzuführen, was im Deutschen mit Hören beziehungsweise Zuhören zu übersetzen ist.
Eine der derzeit größten Herausforderungen besteht darin, die unausweichlichen Veränderungen der New Work Bewegung in der Praxis so umzusetzen, dass sie die Produktivität ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Agiles Arbeiten soll starre Betriebsstrukturen zwar durchbrechen und neue Arbeitsmethoden wie Desksharing und Coworking die Transformation zu mehr Flexibilität und lösungsorientierten Ansätzen ermöglichen. Vielerorts hat diese Verwandlung jedoch nur in den Köpfen stattgefunden. Smarte Büros zur aktiven Realisierung fehlen.

Großraumbüros sind nicht lauter, sondern schlecht eingerichtet

Statt individuelle Zonen für zurückgezogene Einzelarbeit, Teamwork, Kommunikation und Austausch zu schaffen, werden Mitarbeiter in Open Space Offices (Großraum- bzw. Mehrpersonenbüros) mit der Erwartung zusammengewürfelt, der direkte Zugang zueinander müsse sämtliche Prozesse beschleunigen.

Bei schlechter Raumgestaltung ist in offenen Bürolayouts das Gegenteil der Fall. Ein Mangel an Privatsphäre sorgt für Unbehagen und die Rundumbeschallung stresst enorm. Die Vorstellung, Großraumbüros seien generell lauter als Einzelbüros, erweist sich als Trugschluss. Das Problem ist nicht die Lautstärke, sondern die unfreiwillige Beschallung mit Gesprächen anderer. Die Bedeutung von Schallabsorbern und akustischer Schirmung zur Verringerung der Schallausbreitung nimmt mit der Größe der Büroräume zu. Im Idealfall werden Hintergrundgeräusche durch Akustikoptimierung so gedämpft, dass der territoriale Arbeitsplatz konzentriertes Arbeiten erlaubt. Ein abwechslungsreicher Mix aus Denker- und Ruhezonen eröffnet neue Perspektiven und regt die Kreativität an.

Sichtschutz

Pfeil zeigt auf Sichtschutzwand

Akustik verbessern

Pfeil zeigt auf Akustikwand

Sichtschutz

Pfeil zeigt auf eine andere Sichtschutzwand

Lärm macht krank: Schall und Stress sind miteinander verbunden

Bürolandschaften erfordern maximale Individualität bei der Entwicklung raumakustischer Konzepte, um die Anforderungen des dynamischen Arbeitsalltags zu erfüllen. Die Tatsache, dass der Einfluss von Schall auf die Leistungsfähigkeit stark von der Aufgabe abhängt, die gerade bearbeitet wird, erschwert die Planung. Während der Mensch bei simplen Aufgaben in Gegenwart anderer produktiver sein kann und im Team kreative Prozesse gefördert werden, löst ein erhöhter Schwierigkeitsgrad eine Reduzierung der Leistungsfähigkeit aus. Je anspruchsvoller und komplexer die Arbeit, desto sensibler die Reaktionen auf Lärm.

Gespräche lassen sich nicht ausblenden
 

Gehör und Sprache sind die Basis verbaler Kommunikation. Weil eine schlechte Raumakustik kommunikative Prozesse beeinträchtigt, empfindet sie der Mensch als sehr störend. Die häufigsten lärmbedingten Störquellen in Büros sind Telefonklingeln und Gespräche der Arbeitskollegen.

Bei derartigen informations- beziehungsweise impulshaltigen Lärmarten hat das menschliche Gehör keine Chance darüber hinwegzuhören.

Nase voll von Bürolärm?
Lassen Sie sich von den Febrü Akustikexperten beraten. Gern erstellen wir ein individuelles Angebot für eine raumakustische Optimierung nach Maß!

Jetzt Kontakt aufnehmen!

Produkte

Produktbild Silent

Silent

Produktbild Screen

Screen

Produktbild Parete

Parete

Produktbild Parete Desk

Parete Desk

Produktbild Square

Square

Produktbild Curved

Curved

Produktbild Akustische Metallrückwand

Akustische Metallrückwand

Produktbild Akustiktüren

Akustiktüren

Büroakustik ist mehr als Schallschutz

Während die Bauakustik die Schalldämmung zwischen Räumlichkeiten sowie Außenwelt und Innenraum übernimmt, beschäftigt sich die Raumakustik mit der Optimierung der Schallwahrnehmung innerhalb von Räumen.

Eine komplexe Aufgabe. Um die beste Arbeitsumgebung für die jeweilige Aufgabe zu kreieren, werden sämtliche Faktoren einbezogen, die den akustischen Raumeindruck prägen. Darunter Direktschall, Reflexionen und Nachhall. Aber auch psychoakustische und arbeitsorganisatorische Einflüsse sind elementar, um individuelle Maßnahmen zu entwickeln und akustische Ablenkungen konsequent zu minimieren.

Ein raumakustisch optimiertes Büro ist auf den Nutzungszweck abgestimmt und beeinflusst das Wohlbefinden positiv, was wiederum die Leistungsbereitschaft steigert.

Angemessene Hörsamkeit ist erreicht, wenn sich der Mensch nicht nur wohl fühlt, sondern sich komfortabel verständigen kann und seine Umgebung weder als zu leise noch zu laut empfindet. Mehr Informationen zu Nachhallzeiten und deren Auswirkung auf die Raumakustik finden Sie auch bei uns im Blog.

Febrü Akustikmöbel: Schallschutz und Mobiliar in Verbindung

Fläche ist teuer. Gut, wenn sie effizient genutzt wird. Mit Febrü Akustikmöbeln machen Sie das Beste aus Ihrem Platzangebot. Werfen Sie einen Blick auf unsere Talkline! Die Sitzgelegenheiten mit hohen Rückenlehnen fördern nicht nur ungestörte Unterhaltungen, sondern dämpfen Umgebungsgeräusche und erlauben entspannte Pausen in akzentuierten Zonen. Die modular planbaren Loungemöbel „Places“ garantieren pure Eleganz bei effektiver akustischer Abschirmung.

Die Büromöbel lassen sich in Ecken, als Raumteiler oder zentral als Insel mitten im Großraumbüro aufstellen.

Kommunikationsmodule für Daten- und Netzwerkverbindungen sowie Strom, integrierte Pflanzkübel und offene Regale zur Aufbewahrung von Kleinigkeiten runden das funktionale Angebot gekonnt ab.

Da sich Schränke mit Flügeltüren aus unserem Sortiment auf Wunsch mit schallabsorbierenden Fronten ausrüsten lassen, werden ansonsten ungenutzte Oberflächen sinnvoll zweckentfremdet. Um den Stauraum mit Absorberfunktion auszustatten, werden Lochplatten mit weichem Stoff bespannt und als Schranktüren integriert. Die Schranksysteme sind mit großer Farb- und Materialauswahl individuell gestaltbar. Stauraum, Design und Schallabsorption vereint. Einfach. Effizient. Genial.

Kostenloses Whitepaper downloaden.

Perfekte Akustik im Büro – Febrü bringt Entspannung!

Mit unseren innovativen Akustikelementen verwandeln Sie Büroräume in behagliche Oasen der Produktivität. Maßgeschneiderte Lösungen mit akustisch wirksamen Oberflächen verbinden Effizienz mit anspruchsvollem Design.

Febrü Akustikinterieur fügt sich harmonisch in moderne Bürolandschaften ein und bietet stets das beste Hörerlebnis. Störgeräusche und unangenehme Frequenzen werden messbar aus der Umgebung gefiltert.

Ob klar strukturiertes Architekturbüro, kreatives Schaffen in der Werbeagentur oder Callcenter, die ein Höchstmaß an Diskretion, Konzentration und Produktivität erfordern: Wir erarbeiten exklusive Konzepte.

Branchenspezifisch, funktional, authentisch. Dabei verwenden wir ausschließlich hochwertige Materialien, die wir sorgfältig verarbeiten und mit formschönen Designs perfektionieren.

Machen Sie sich die Vorteile von Febrü Akustiklösungen zunutze:

  • platzsparende Akustikoptimierung
  • klar definierte Zonen
  • flexible Systeme
  • optisch variabel
  • leicht zu handhaben
  • komfortables Raumgefühl
  • Geräuschpegel & Nachhallzeit deutlich reduziert
  • optimierte Sprachverständlichkeit
  • bessere Konzentrationsfähigkeit
  • gesteigertes Wohlbefinden
  • mehr Motivation und Engagement
  • nachhaltige Arbeitsplatzergonomie
  • keine baulichen Veränderungen nötig
  • bequem in bestehendes Interieur integrierbar
  • für unkompliziertes Nachrüsten
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis

Febrü Akustikmöbel und Akustikelemente sind eine Bereicherung für das Arbeitsklima, von dem alle profitieren.

Wissenswertes zum Thema Akustik

Lärm im Büro kostet Zeit, Geld und Nerven

Im Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart erforschen Wissenschaftler im High Performance Indoor Environment (HiPIE-Labor) die Auswirkungen von Akustik, Raumklima, Beleuchtung und Luftqualität auf Arbeit und Stimmung. Unter anderem kamen die Experten im Bürolabor zum Ergebnis, dass insbesondere Gespräche als störend empfunden werden. Bei Telefongesprächen von Kollegen schreit das Gehirn aufgrund der einseitigen Konversation regelrecht nach Vervollständigung. Das Gehör wird zum Mithören genötigt. Konzentration? Flow? Fehlanzeige!

Ein Weckruf für sämtliche Führungskräfte sind die Ergebnisse einer Studie des global agierenden Forschungsunternehmens IPSOS, das 10.500 Beschäftigte in 14 Ländern befragt hat. Demnach sind 85 Prozent der Arbeitnehmer mit ihrer Arbeitsumgebung unzufrieden und leiden unter Konzentrationsproblemen. Akustische Störungen, wie das unfreiwillige Mithören von Telefongesprächen, sind für den Verlust von knapp 1,5 Stunden produktiver Arbeitszeit verantwortlich. Unternehmen verschleudern damit eine Menge Geld und wirtschaften auf Kosten ihres Teams: Bei Dauerbeschallung drohen gesundheitliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Verspannungen. Sparmaßnahmen bei der Büroplanung gleichen angesichts der Folgekosten durch Leistungsminderung, krankheitsbedingte Fehltage und Kündigungen einer Milchmädchenrechnung.

Das menschliche Gehör ist immer auf Empfang

Um den Zusammenhang zwischen Lärm und Stress zu verstehen, muss das menschliche Gehör evolutionär betrachtet werden: Das Organ wurde zur Wahrnehmung von Alarmsignalen konzipiert. Und zwar immer und überall. Selbst im Schlaf ist es aktiv und jederzeit bereit dem Besitzer durch Empfang von Geräuschen wichtige Informationen zu übermitteln. Auf die Ausschüttung von Stresshormonen folgt die Herstellung von Reaktionsbereitschaft. Weil das Gehör nah am Aktivitätszentrum des Gehirns sitzt, sind Nervenbahnen kurz. Das Ausschütten der biochemischen Botenstoffe erfolgt dementsprechend schnell. Wird der Körper durch Krach dauerhaft in Alarmbereitschaft gehalten, nimmt die Gesundheit Schaden.

Akustischer Terror für ein sensibles Sinnesorgan

Ohne sein Gehör hätte der Mensch sicherlich nicht überlebt. Das Alarmorgan warnte ihn vor natürlichen Gefahren wie Raubtieren oder Unwetter und stellte den Körper auf Kampf beziehungsweise Flucht ein. Was zu Beginn der Evolution das Überleben sicherte, hat in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts verheerende Folgen. Die Geräuschkulisse in vielen Büros belastet das Gehör kontinuierlich. Wer sich konzentrieren muss, ist gezwungen gegen störende akustische Reize zu arbeiten. Ein innerer Kampf. Die Folgen der stillen Dauerbelastung reichen von Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Konzentrationsschwäche und Ermüdungserscheinungen bis hin zu Bluthochdruck, beschleunigter Alterung des Herz-Kreislauf-Systems und Depression.

Hintergrundgeräusche sorgen für Dauerrauschen

Ob Schallübertragung zwischen angrenzenden Büros, Fluren oder Spielplätzen, Straßenverkehrslärm, Geräuschentwicklung durch Klimaanlagen, Drucker, Tastaturen, Telefone, kratzende Stuhlbeine, tickende Uhren oder brummende Kühlschränke: Die Masse an Hintergrundgeräuschen ist erschreckend. Hinzu kommt, dass sich der Lärmpegel erhöht, je mehr Schallquellen auf das Gehör einwirken. Gibt es statt einer Lärmquelle zwei, erhöht sich der Pegel um drei Dezibel. Bei einer Verzehnfachung der Schallquellen werden zehn Dezibel addiert. Wirkt der nicht zu unterschätzende Geräuschpegel täglich auf das Gehör, folgen Beeinträchtigungen des Leistungsvermögens. Der Mensch ist keine Maschine und kann sich seiner natürlichen Belastungsgrenzen nicht entziehen.

Beschallung bis zur Schmerzgrenze

Dringt melodisches Vogelgezwitscher mit 35 dB(A) durch ein geöffnetes Fenster, hat das auf die meisten Menschen eine beruhigende Wirkung. Als unerträglich empfindet das menschliche Gehör hingegen Lärm von Flugzeugtriebwerken. Angesichts der 120 Dezibel nicht verwunderlich. Diese Lautstärke liegt bereits an der Schmerzgrenze (zw. 120 und 140 Dezibel) des Hörorgans. In diesem Bereich tut Lärm tatsächlich weh. Die ernüchternde Erkenntnis: Ein einziges akustisches Ereignis über der Schmerzgrenze kann ausreichen, um bleibende Hörschäden zu verursachen und die Lebensqualität erheblich zu mindern. Bei 115 dB(A) genügen weniger als fünf Minuten. Eine Überlastung der Ohren zerstört feinste Haarzellen im Innenohr mechanisch. Diese Zerstörung ist unwiderruflich, die Haarzellen wachsen weder nach noch lässt sich der Schaden operativ beheben. Schwerhörigkeit und Tinnitus sind potenzielle Folgen.

Konzentrationsstörungen ab 40 Dezibel

Rund 85 dB(A) gelten als lauter Schall und als kritischer Grenzwert. Bei Beschallung mit diesem Lärmpegel ist abhängig von der Hördauer gleichermaßen mit Hörschäden zu rechnen. 40 Stunden pro Woche (mit Unterbrechungen) können reichen. Je höher die Lautstärke, desto kürzer die Beschallungszeit, die für eine Schädigung der Ohren nötig ist. Bei 95 dB(A) beträgt die wöchentliche Belastungszeit lediglich vier Stunden. Geräusche im Bereich von 40 bis 85 Dezibel werden zwar als leiser Schall bezeichnet und stellen kein direktes Risiko für das Gehör dar, bei kontinuierlicher Belastung ist die Gesundheit dennoch gefährdet. Ab 40 Dezibel können Konzentrationsstörungen auftreten. Die Grenze für konzentriertes Arbeiten ist mit 55 dB(A) erreicht. Der Verkehr einer Hauptstraße und in Zimmerlautstärke abgespielte Musik schlagen mit etwa 70 dB(A) zu Buche, Unterhaltungen immerhin mit 60 oder gar 70 dB(A) bei lautstarker Diskussion.

Weitere Lärmquellen:

  • Landet eine Ohrfeige direkt auf dem Ohr, wirken laut Lärmometer der Fördergemeinschaft Gutes Hören stolze 170 dB(A) auf das Sinnesorgan!
  • Das Telefon am Schreibtisch nebenan klingelt in Dauerschleife? Bei zwei Meter Entfernung beträgt der Lärmpegel 70 dB(A)!
  • Ohrensausen vom Clubbesuch? In vielen Diskotheken herrschen 110 dB(A)!
  • Idyllisches Landleben? Ein krähender Hahn schafft es auf 75 dB(A)!
  • Das Klingeln von Kirchenglocken erzeugt 85 dB(A)!

Die individuelle Geräuschempfindlichkeit

Hinzu kommt, dass die menschliche Wahrnehmung von Lärm subjektiv ist. Welche akustischen Reize als störend empfunden werden und welche körperlichen Reaktionen folgen, hängt von Lärmart, gesundheitlicher Verfassung, Tagesform und der Empfindlichkeit des Gehörs ab. Auch Geschlecht und Alter spielen eine Rolle. Frühere Studien haben gezeigt, dass manche Menschen auf Lärm empfindlicher reagieren als andere. Bei Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) erleben Betroffene bei Lärm starkes Unbehagen. Beim Krankheitsbild Hyperakusis dolorosa werden sogar Schmerzen wahrgenommen. Ist der Gehörsinn durch zahlreiche Geräuschquellen langfristig reizüberflutet, kann die Lärmempfindlichkeit durch Veränderungen der neuronalen Klangverarbeitung im zentralen Hörsystem zunehmen. Die Forschung hat dahingehend längst nicht alle Fragen beantwortet.

Die Psychoakustik widmet sich dem Zusammenhang zwischen physikalischen Schallreizen und der Hörwahrnehmung. Sie untersucht die physiologischen und psychologischen Reaktionen auf Schall und wird als Lärmwirkungsforschung bezeichnet.

Die Natur als Vorbild

Bei erfolgreicher Schalldämpfung wird die Umgebung als angenehm empfunden. Ein hervorragendes Beispiel liefert die Natur mit der Akustik des Winters. Ein Merkmal ist die Temperatur: Je kälter es wird, desto geringer die Schallgeschwindigkeit, Schall breitet sich bei Kälte langsamer aus. Big Player in Sachen akustischer Veränderung ist Schnee. In seiner besonderen Oberflächenstruktur verfangen sich Schallwellen und bleiben in den Lufteinschlüssen hängen, die Reflexion ist minimal. Die Schneedecke schluckt einen Großteil des Schalls und packt die Welt in Watte. Deshalb werden Schneelandschaften als friedlich und beruhigend wahrgenommen.

Der Aufenthalt im Freien wirkt wie eine Entschlackungskur für die Ohren. Auf einer großen Wiese wird Schall beispielsweise kaum reflektiert, was zu einer natürlichen Schallminderung führt. Im Büro wird Schall hingegen von diversen schallharten Oberflächen umgelenkt, vielfach reflektiert und wirkt auf Anwesende ein. Bei paralleler Positionierung schallharter Flächen kann sogar das sogenannte Flatterecho entstehen. Dabei pendelt Schallenergie mehrfach hin und her.

Gute Akustik im Büro durch Schallabsorption – wohin mit dem Lärm?

Um die Wirkung von Schall in Büroräumen und die Bedeutung der Schallabsorption zu verstehen, hilft das Energiehaltungsgesetz. Demnach ändert sich die Gesamtenergie in einem geschlossenen System nicht. Energie kann sich nicht einfach verabschieden oder verloren gehen. Stattdessen wird sie als Erhaltungsgröße betrachtet, die sich weder erzeugen noch vernichten lässt. Ihr Transport in ein System oder aus einem System heraus sowie die Umwandlung in verschiedene Energieformen sind hingegen möglich. So auch beim Schall: Schall versetzt Material beziehungsweise Körper in Schwingung, welche wiederum Reibung und Wärmeenergie erzeugt, die an die Umwelt abgegeben wird. Physikalisch betrachtet, kommt es zur Umwandlung von Schallenergie in Wärmeenergie.

Materialstruktur entscheidet über die Schallabsorptionsfähigkeit

„Absorbieren“ stammt vom Lateinischen „absorbere“, was im Deutschen mit „Schlucken“ beziehungsweise „Aufsaugen“ übersetzt werden kann und die Bedeutung der Absorption von Schall verständlich beschreibt. Bei der Schallabsorption wird Schallenergie umgewandelt in mechanische Vibrationsenergie und/oder Wärmenergie. Wie gut das funktioniert, zeigt die Schallabsorptionsklasse gemäß DIN EN ISO 11654, die auf dem bewerteten Schallabsorptionsgrad (αw) basiert. Die Klassifizierung erfolgt über die Buchstaben A bis E.

Offenporige Materialien begünstigen Absorption

Ob Schall in einem Büro absorbiert wird, hängt von den verwendeten Materialien ab. Je besser dessen Schalldämpfung, also die Fähigkeit Schall zu absorbieren, desto effektiver die Reduzierung von Lärm. Unterschieden wird zwischen schallharten und schallweichen Oberflächen. Wurde größtenteils Sichtbeton verarbeitet, werden nahezu alle Frequenzen reflektiert. Die Absorption geht gegen Null. Der Geräuschpegel wäre entsprechend hoch und die Arbeitsatmosphäre wenig einladend. Auch Glas absorbiert Schall schlecht. Insbesondere in mittleren und hohen Frequenzen beträgt die Reflexion fast 100 Prozent. Auch Metalle, Gipswände, Holzwände und Fliesen sind zur Schalldämpfung ungeeignet. Um die Nachteile schallharter Materialien auszugleichen, braucht es Schallabsorber. Sie reduzieren Schallreflexionen, was wiederum Nachhallzeit und Lärm senkt und damit maßgeblich zur Optimierung der Raumakustik beiträgt. Um Schall in einem möglichst breiten Frequenzspektrum zu absorbieren, werden poröse Absorber mit Resonanzabsorbern kombiniert:

  • Poröse Absorber für knallharten Lärmschutz

Eine hohe Absorption in mittleren und hohen Frequenzen bringen schallweiche Materialien wie Schaumstoffe oder Textilien wie Vlies und Filz mit sich. Der Grund: Ihre hohe Porosität. Poröse Absorber haben eine offene Struktur, in die Schall hervorragend eindringen kann. Unabhängig vom Einfallswinkel. An den Oberflächen der zahlreichen Zwischenräume kommen Luftteilchen in Bewegung. Dieser Prozess entzieht Schallenergie durch Reibung und wandelt sie in Wärmeenergie um. Auf die Heizung kann aber nicht verzichtet werden, die entstehende Wärme ist minimal. Lärm wird von Absorbern quasi „geschluckt“ und als Wärme wieder „ausgespuckt“. Ein schöner Nebeneffekt textiler Oberflächen: Sie signalisieren Geborgenheit und strahlen Wohlfühlatmosphäre aus.

  • Resonanzabsorber für den niedrigen Frequenzbereich

Zur Absorption in mittleren bis tiefen Frequenzen sind Resonanzabsorber optimal. Sie nutzen zur Schallabsorption einen Resonanzmechanismus, welcher unter anderem mit einer schwingenden Oberfläche erzeugt wird. Das schwingungsfähige System verbessert die Schallabsorption durch Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des Schalls durch poröse Schichten. Auch eingeschlossenes Luftvolumen absorbiert. Holz ist eine denkbare Option. Ohne Löcher oder Schlitze wird es zwar als schallhart bezeichnet, durch die richtige Oberflächenstruktur wird es jedoch nützlich. Auch Metall kann als Resonanzabsorber dienen.

Nachhaltig gefertigte Produkte

Neben der Realisierung individueller Raumakustikkonzepte für Ihr Wohlbefinden, liegt uns das Thema Umweltbewusstsein am Herzen. Um das Ökosystem zu entlasten, haben wir ein ganzheitliches Konzept für eine nachhaltige Fertigung erarbeitet. Den CO2-Ausstoß minimieren wir durch die Kooperation mit regionalen Lieferanten. Das verkürzt die Transportwege und spart Treibstoff. Außerdem schonen wir Ressourcen mit intelligenter Verschnittoptimierung und energieeffizienten Maschinen. Tragen auch Sie zum Umweltschutz bei und entscheiden Sie sich für Febrü Akustikprodukte!

Ich möchte mehr
Informationen haben!


Felder mit einem * sind Pflichtfelder











Ich weiß, dass meine Daten gespeichert werden. Mit der Verarbeitung der über mich erhobenen Daten im Rahmen der Anfrage bin ich einverstanden. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzbestimmungen.

Ergonomie

Ergonomie ist mehr als höhenverstellbare Schreibtische und dynamisches Sitzen.

Wir verraten, wie Sie mit einem ganzheitlichen Konzept Mitarbeiter glücklich machen.

Jetzt mehr erfahren und Arbeitsplätze zum Wohlfühlen gestalten!

Das interessiert mich auch

Das Thema
interessiert mich!

Ich möchte gerne
zurückgerufen
werden.

Rückruf vereinbaren

Ergonomie finde ich auch interessant!

Los geht’s